Archiv für die Kategorie „Wandervorschläge“
Von der Zufàllhütte zur Marteller Hütte am Fuß der Gletscherwelt der Marteller Berge
Schöne Hüttenwanderung Ende Juni mit Feriengast Inge – Beschreibung der Tour:
Wir fahren mit dem Auto von Burgeis ins hinterste Martelltal bis zum Gasthaus Enzian über dem Zufritt-Stausee. Am Ende der befahrbaren Straße parken wir das Auto und starten auf der rechten Seite auf breitem Weg durch Wald aufwärts. (Mehrere Wegweiser: Gletscherlehrpfad, Lyfialm, Zufàllhütte, Marteller Hütte…) Wir überqueren den Graben des Madritschbaches und erreichen nach ½ Stunde eine etwas sumpfige Hochebene unterhalb der Zufàllhütte, die auf einer kleinen Hochfläche steht (2265 m). Von hier aus sieht man schon die Eiswände und schroffen Gipfel im Südosten. Wir halten uns nicht lange dort auf und gehen an der kleinen Kapelle vorbei links über eine kleine Rasenfläche zu einem Felsriegel. Über diesen führt der Hüttensteig empor in ein weites Becken, das von der „Plima“ in mehreren Armen durchflossen wird. Über eine Leiter steigen wir leicht hinab von einer aus großen Steinblöcken geschichteten Mauer („Bau“) und folgen dem Weg 103. Nun geht es kurz auf flachem Weg taleinwärts, dann links über einen Hang auf gutem Steig etwas steil im Zickzack zur Marteller Hütte hinauf (2610 m). Am Kreuz vor der Hütte setzen wir uns auf die Bank und genießen den fantastischen Rundblick der Gletscherwelt der 15 Dreitausender ringsum. Eine Drehscheibe etwas weiter oben weist uns die Richtungen und die Namen der Bergspitzen ringsum. Grandios ist der Blick auf das Vinschger „Matterhorn“: die Königsspitze aus dem Dreigestirn der Suldner Berge (Ortler, Zebru, Königsspitze), die aus dieser Richtung kaum bekannt ist. Nach einer Stärkung auf der Sonnenterrasse vor der Hütte steigen wir hinunter zu einem schönen See unterhalb der Hütte, der zum Verweilen einlädt.
Den Rückweg nehmen wir, auf Empfehlung zweier netter „Marteller“mit einem Lawinenhund, über den Weg Nr. 37, der zuerst in Richtung Vordere Rotspitze führt, dann aber beim Wasserfall links weitergeht. Dies ist ein sehr lohnender Rundweg, der uns auch ein Stück den Gletscherlehrpfad entlang führt. Wir erleben ein wechselndes Landschaftsbild: verschiedene Geländestufen, entsprechend den Erosionsphasen, von den Gletscherbecken gebildete Moränenwälle, ebene Flächen und Felsaufschwünge. Wir sehen die Zufrittspitze, die Vordere Rotspitze, die Veneziaspitze. Bei der Abzweigung wählen wir nicht mehr den Weg zur Zufàllhütte, sondern direkt zum Parkplatz.
Gehzeiten: Parkplatz – Zufàllhütte ½ Std., Zufàllhütte – Marteller Hütte 1½ Std., von der Marteller Hütte über den Weg 37/37a ca. 1¾ Std. Gesamtgehzeit: ca. 4 Stunden
Wissenwertes:
Themenweg Sonnensteig von Burgeis nach Spondinig feierlich eröffnet
Der Sonnensteig von Burgeis nach Schluderns ist vielen Wanderern bereits bekannt. Nun hat man bestehende Wanderwege verbunden und einen neuen Themenweg seiner Bestimmung übergeben. Der schöne Weg beginnt im westlichen Teil von Burgeis und führt zuerst zum Kloster Marienberg. Dieser Abschnitt ist den Benediktinern gewidmet. Kurz vor dem Kloster zweigt der Weg rechts ab und führt auf einem angenehmen Wandersteig an den nördlichen Ortseingang von Burgeis. Es geht weiter durch einen Teil des Dorfes, wo es am östlichen Dorfrand nach links weitergeht, dann über die Felder bis zur steinernen Brücke und weiter bis zum Oberwaal von Mals. Dort geht es entlang des bereits bestehenden Sonnensteigs den Berghang oberhalb von Tartsch querend bis hin zum „Ganglegg“, der historischen Ausgrabungsstätte aus der Bronze- und Eisenzeit oberhalb von Schluderns. Weiter führt der Weg den Leitenwaal und den Berkwaal (auch Bergwaal genannt) entlang und an den Schludernser Höfen vorbei bis nach Spondinig. Dort endet der Weg an der Staatsstraße, ganz in der Nähe des Bahnhofs von Spondinig/Prad. Mit der Vinschgerbahn kann man zurück nach Mals und von dort mit dem Citybus wieder zum Ausgangspunkt Burgeis zurückfahren.
Besonderheiten: Entlang des Sonnensteigs trifft man auf Skulpturen des Künstlers Raimund Spiess, die Gestalten aus der Vinschger Sagenwelt zeigen. Die Schautafeln informieren über die Waale, den Hl. Benedikt, über die heimische Tier- und Pflanzenwelt, und wurden von der Kulturführerin Helene Dietl Laganda mit passenden Texten versehen.
Den neuen Themenweg Sonnensteig kann man auch in Teilstücken wandern.
Gesamter Wanderweg: 5-6 Stunden Gehzeit, Höhenunterschied: 500 m, Schwierigkeit: mittelschwer
Frühlingswanderung auf einem frühgeschichtlichen Saumpfad im oberen Vinschgau
Unsere Wanderung beginnt in Agums bei Prad am Stilfserjoch. Wir stellen das Auto ab und steigen kurz bis zur Wallfahrtskirche zum Hl. Georg hinauf (14. Jh.) Dort gehen wir links weiter über Gargitz zum Patzleidhof hinauf bis zu den Grillplätzen. Dann geht es rechts weiter der Markierung 11, Archaikweg folgend. Ein breiter Weg führt uns durch lichten Mischwald teilweise etwas steil bergauf. Besonders schöne Ausblicke auf die Berge (Ortlergruppe) und in das Tal! Bei der Wegkreuzung folgen wir dem Weg rechts (Markierung Stilfs Nr. 11) und gelangen nach Kaschlin in 1430 m Meereshöhe, dem höchsten Punkt unserer Wanderung. Der „Kaschlin-Hügel“ ist ein Siedlunsplatz kupferzeitlicher Jäger, Sammler und Bergknappen. Daher kommt auch der Name „Archaikweg“ (archaisch = urtümlich, gealtert). Nun geht es weiter westwärts über das sogenannte Wassertal und abwärts nach Stilfs (1311 m). Dieses kleine malerische Dörfchen mit seinen engen und steilen Gassen und den 8 Brunnen ist unbedingt sehenswert! Wir gehen nach der Kirche hinab fast bis zur Stilfserbrücke und folgen dem Agumser Bergwaal zurück zu unserem Ausgangspunkt Agums bei Prad am Stilfserjoch.
Gehzeit: 3,5 – 4 Stunden
Höhenunterschied: 600 – 700 m
Schwierigkeitsgrad: meist einfache, eher schmale Wanderwege, Gelände leicht abschüssig und bewaldet. Bei regnerischem Wetter ist Vorsicht geboten (Steinschlaggefahr in kurzen Abschnitten)
Wissenswertes: Diesen Beitrag weiterlesen »
Von der Bergstation Unterstell zur „1000-Stufen-Schlucht“–Teilstück Meraner Höhenweg
Die frühlingshaft warmen Tage im April laden ein zu einer Wanderung. Unser Ziel ist der Naturnser Sonnenberg, ein schönes Wandergebiet im Naturpark Texelgruppe. An der Talstation der Seilbahn Unterstell – Naturns parken wir unser Auto und fahren mit der Seilbahn in ca. 5 Minuten zur Bergstation auf 1300 m. Die Seilbahn Unterstell, bestehend schon seit 1968, wurde 1979 erneuert und 2004 vollständig neu erbaut. – Oben angekommen genießen wir schon mal einen herrlichen Blick in den Vinschgau.

Weitere Bilder der Höfewanderung sehen Sie hier!
Wegbeschreibung:
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