Archiv für die Kategorie „Wissenswertes / Tipps“
Abtwahl durch die Mitglieder des Konvents von Marienberg am 19. Nov. 2011
Feierliche Abtweihe am 8. Dezember 2011
Markus Spanier ist neuer Abt von Kloster Marienberg!
Nach dem Rücktritt von Abt Bruno Trauner aus gesundheitlichen Gründen wurde Markus Spanier vom Ordenskonvent zum neuen Abt gewählt. Markus Spanier hatte 1994 im Benediktinerkloster Ottobeuren seine Profess abgelegt und wurde 1997 zum Priester geweiht. Seit 2006 war er Prior des Klosters Marienberg, und seit 12. 10. 2011 Administrator. Am 19. 11. 2011 wurde er von den Ordensbrüdern zum neuen Abt von Marienberg gewählt. Die feierliche Abtweihe fand am 08. Dezember 2011 statt, dem Festtag Maria Empfängnis, mitgestaltet von der Bläsergruppe und der Singgemeinschaft Burgeis. Hunderte von Gläubigen, darunter Äbte aus Nord- und Südtirol, hohe geistliche und politische Amtsträger auch aus der Schweiz und seinem Heimatland Bayern, nahmen an der Feier teil, bei der Bischof Ivo Muser dem neuen Abt die Benediktion erteilte. In seiner Ansprache bezog sich der Bischof u. a. auf die Jungfrau Maria und ihre drei Haltungen „Hörende“, „Empfangende“ und „Gebärende“, nach denen sich auch der neue Abt richten sollte. Der Bischof wünschte Abt Markus alles Gute und viel Kraft. Der neue Abt bedankte sich bei allen, die der Feier beigewohnt und zum guten Gelingen der Feierlichkeiten beigetragen hatten. Anschließend wurden die Anwesenden noch zu einem Umtrunk im Kreuzgang eingeladen, wobei der eine oder andere noch ein paar persönliche Worte mit dem neuen Abt wechseln konnte.
Im Bild das festlich beleuchtete Kloster Marienberg am 8.12.2011.
Ansprache des Bischofs Ivo Muser und Bildergalerie von der Abtweihe > http://www.freundeskreis-marienberg.org/abtweihe-2/
| 5. August 2011 | bis | 7. August 2011 |
Das Kulturfest Marmor & Marille im Vinschger Dorf Laas
findet wieder am ersten August-Wochenende statt, heuer vom 05. bis 07. 08.2011, und es ist bereits die 12. Auflage! Auch dieses Jahr darf man sich wieder auf abwechslungsreiche Tage rund um den Laaser Marmor und die Vinschger Marille freuen. Aus dem Programm: Marmorwerkstatt, Musik, Verkauf von Vinschger Marillen und Kunsthandwerk aus Laaser Marmor, Marktstände mit Vinschger Produkten, Marillenspezialitäten und eine Wetten-dass-Show, hausgemacht in Laas. Die beliebten süßen Versuchungen wie Schokolade mit Marille, Erdbeere, Himbeere oder Johannisbeere, oder Pralinen und Kekse, kreiert von Thomas Tappeiner, gibt es natürlich auch. Etwas ganz Besonderes sind die „Laaser Marmorwürfel“, eine Komposition aus Vinschger Marille und Marillenschnaps, vereint mit Edelbitter-Schokolade und umhüllt von einem feinen weißen Schokolademantel. Sie versinnbildlichen die marmornen Pflastersteine, die man überall in Laas antrifft. – Da läuft einem bereits beim Lesen dieser Köstlichkeiten das Wasser im Mund zusammen! Aber überzeugen Sie sich selbst von den Gaumenfreuden beim Laaser Marmor & Marillen-Fest! - > Rezept für Vinschger Marillenknödel
> Weiteres zur Marille und zum Marmor
> Programm zu Marmor & Marillen 2011
Nur mehr selten findet man heute diese schöne, leuchtend blaue Blume.
Der botanische Name der Kornblume ist „Centaurea cyanus“, sie gehört zur Familie der Korbblütler und zur Gattung der Flockenblumen. Früher war sie überall in den Getreidefeldern anzutreffen, von denen es besonders bei uns im oberen Vinschgau sehr viele gab, denn der Vinschgau galt als die „Kornkammer Tirols“. Der Vinschgau als inneralpines Trockental mit geringen Niederschlägen war ideal für den trockenresistenten Roggen. Leider ging der Getreideanbau im Vinschgau fast völlig zurück; erst in den letzten Jahren begann man wieder mit dem Roggenanbau und dessen Veredelung zu Brot. Bei uns im Obervinschgau überlegt man sich sogar eine differenzierte Nutzung der landwirtschaftlichen Kulturflächen durch Anbau von Getreide in Kombination mit der Viehwirtschaft (als Alternative zum Apfelanbau). Die höchstgelegenen Kornhöfe bei uns sind der Finailhof im Schnalstal und Stallwies im Martelltal. Die Kornblume galt als Ackerunkraut, das so stark bekämpft wurde, dass sie fast ausgestorben ist. Daher steht die Kornblume heute unter Naturschutz. Man findet sie zum Glück in letzter Zeit wieder in den Kornfeldern, aber auch in manchen Gärten wird sie angepflanzt. Zur Bedeutung der Kornblume habe ich Folgendes gefunden: “Die Kornblume steht für Zartheit und Optimismus (Ich gebe die Hoffnung nicht auf)”- Hoffnung – auf die Rückkehr des Korns im Vinschgau?
Diese Aufnahme von Kornblumen in einem Roggenfeld habe ich am Ortseingang von Burgeis im Vinschgau gemacht, wo es noch (wieder) einige Getreideäcker gibt.
Interessantes und Geschichtliches:
| 15. Juli 2011 | ||
| 17:00 |
Kurze Reise durch die Welt des alten Handwerks
Bei uns in der Ferienregion Obervinschgau hat man die Gelegenheit, einem der letzten Werkzeugschmiede in Südtirol, Artur Waldner aus Schleis, bei seiner Arbeit über die Schulter zu schauen. Gern antwortet er auch auf Fragen zu seinem Beruf und erklärt die hergestellten Werkzeuge wie Beil, Zapin, Schebser usw.
Der erste Termin ist am Freitag, 15. Juli 2011. Treffpunkt ist um 17.00 Uhr bei Artur Waldner in Schleis Nr. 42, Teilnahmegebühr bei mind. 4 Personen: 6,00 €, Anmeldung in den TV-Büros Mals und Burgeis (0473-831422), burgeis@rolmail.net
Handwerksbetriebe gibt es seit dem 11. und 12. Jh., als die Dörfer zu Städten wuchsen. Auf den Dörfern und auf dem Land gab es das Handwerk nicht in solcher Vielfalt wie in den Städten, aber er war zwingend notwendig, um das Dorf mit dem Wichtigsten zu versorgen. Typische Handwerksberufe in den Dörfern waren Müller, Weber, Wagner und Schmied. Es gab den Hufschmied, Kupferschmied, Nagelschmied, Waffenschmied und Zeugschmied. Der Huf- und Wagenschmied lieferte für die Dorfgemeinschaft Sicheln und Sensen, der Wagner stellte die Griffe und Stiele aus Holz her, und der größte Teil seiner Arbeit war die Herstellung und Reparatur von Holzrädern, wobei die Felge mit einem Eisenring ummantelt wurde. Neben schwerfälligen Reisewagen und zweisitzigen Jagdwagen gab es vor allem landwirtschaftliche Geräte wie Karren, Leiterwagen, Pflüge, Schlitten usw., die vom Wagner und Schmied hergestellt wurden. Einige Bezeichnungen: „Radlpeg“, „Protzen“, „Schubgrott’n“, „Loaterwogn“…
Viele alte Handwerksberufe sind mit der Zeit ausgestorben, und viele wissen nicht oder nicht mehr, was z.B. ein Wagner, ein Kupferstecher, ein Seifensieder, ein Gerber oder ein Sattler war. Ein Besuch beim “Schleiser Schmied” ist daher etwas ganz Besonderes, denn auch diesen Beruf gibt es wahrscheinlich bald nicht mehr….


















