Im Spätsommer (September) nahmen Hausherr Walter und unser Gast und Freund Helmut Krenek eine Bergtour auf den 3162 m hohen Muntpitschen (auch “Montpitschen”) in Angriff.
Der formschöne, auch „Schliniger Matterhorn“ genannte Aussichtsgipfel in der Sesvennagruppe ist über den Kälberberg oder über den Sesvenna-Gletscher erreichbar. Walter und Helmut wählten den anspruchsvolleren Weg über Schlinig und die Kälberhütte. Hier die Beschreibung der Tour:
Von Burgeis fahren wir bis zum Parkplatz am Dorfende von Schlinig. Wir verlassen nach der Brücke den Weg und folgen westlich dem Steig Richtung Sendemast. Über eine markante Schneise folgen wir dem Steig bis zu einem Waldabschnitt und erreichen auf einer Lichtung die schön gelegene Kälberhütte auf 2137 m. Der Steig führt weiter westlich bis zum Kälberberg. Von dort haben wir bereits einen herrlichen Ausblick! Nun setzen wir den Aufstieg immer in Gratnähe fort und erreichen über etwas unwegsames Gelände den felsigen Gipfelaufbau des Muntpitschen. Nun beginnt über brüchige und teils wilde und auch einige ausgesetzte Grate die Kletterei. Dabei ist höchste Vorsicht geboten, da die Nordflanke zudem noch teilweise mit Schnee bedeckt ist. Mit einigen Pausen überwinden wir auch die letzten heiklen Kletterstellen und stehen kurz darauf auf dem Gipfel des Montpitschen, der uns durch seine einzigartige Rundsicht für alle Mühen des Aufstiegs entschädigt! (Zeit: 4 – 4,5 Std.)
Natürlich werden schöne Erinnerungsfotos gemacht, bevor wir den Abstieg über den Sesvennagletscher beginnen, der uns auch noch einiges abverlangt, da die erste Rinne zum Gletscher vereist ist und wir uns die Steigeisen anziehen müssen. Nach einiger Mühe erreichen wir den Sesvennagletscher und begeben uns zum Fuße des Gletschers, wo wir unseren Rucksack auspacken und unsere mitgebrachten Brote und Getränke verzehren. Weiter geht‘s zur Sesvennascharte hinauf, wo wir noch einen schönen Ausblick zur Sesvennaspitze, zum Piz Rims, zum Föllerkopf und zum Muntpitschen haben. Von der Sesvennascharte führt der Steig zur Sesvennahütte und über die Schliniger Alm zurück nach Schlinig, unserem Ausgangspunkt.








