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Eine leichte Wanderung für jedermann, die zu jeder Jahreszeit zu empfehlen ist:

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Wir wandern von Glurns nach Tartsch -Tartscher Bühel – Glurns. Start ist von Glurns durch das Malser Tor im Norden. Dort folgen wir der Fahrstraße Richtung Mals für ca. 5 Minuten. Nach der Brücke über den Punibach geht es auf markiertem Feldweg rechts ab bis zum Bahndamm der Vinschger Bahn. Diesen überqueren wir nach einer scharfen Linksbiegung. Dann folgen wir dem Weg im Rechtsbogen bis Tartsch und erreichen kurz darauf die Kirche St. Veit auf der Kuppenhöhe, dem Tartscher Bühel ("Tartscher Bichl"). Der Tartscher Bühel erhebt sich inmitten des Talbodens und ist das Wahrzeichen des oberen Vinschgaus.  Das St. Veith Kirchlein auf dem Tartscher Bichl (11. Jh.) und die archäologische Ausgrabung sind besonders sehenswert (rätisches Haus aus dem 4. oder 3. Jh. vor Chr.). Einmalig schön ist der Rundblick über den weiten Talkessel. -

Zurück geht es auf dem oben beschriebenen Weg wieder nach Glurns, das Sie natürlich bei Ihrem Vinschgau-Urlaub unbedingt genauer anschauen müssen!  Wir wünschen Ihnen einen schönen Tag bei uns im Obervinschgau! Fam. Wegmann / Pension St. Stefan / Burgeis

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 Zu Tartsch erzählen wir Ihnen eine Geschichte aus unserem sagenhaften Vinschgau: die Sage von der Stadt am Tartscher Bühel:

In der Nähe von Mals erhebt sich ein kahler Hügel, welcher vom Flecken Tartsch den Namen "Tartscher Bühel" erhalten hat. Auf diesem steht eine uralte Kirche, in deren Thurme zwei "heidnische" Glocken hängen, welche einen ganz eigenthümlichen Ton haben. Die der Sage kundigen Bewohner Vinschgaus vernehmen aus ihren Klängen die Worte:

"Kimm bold, geah bold;    kimm bold, geah bold u.s.f."

Diese Kirche war einstens der Tempel einer ehemals dort gestandenen heidnischen Stadt, deren Bewohner sehr reich waren. Infolge ihres Reichtums führten diese ein ausgelassenes, gotteslästerliches Leben.  Aus Mutwillen wußten sie oft nicht mehr, welche neuen Streiche sie beginnen sollten.

Als einmal wieder Fastnacht herannahte, ersannen sie zu ihrer Ergötzung ein recht grausames Stückchen. Sie zogen nämlich einem lebendigen Ochsen die Haut ab, bestreuten diesen sodann über und über mit Salz und ließen so das gequälte Thier, welches vor brennenden Schmerzen fürchterlich brüllte, durch die Stadt laufen.

Die Unmenschen ergötzten sich an seinen Zuckungen und Klagetönen. Endlich blieb das arme Thier in der  Mitte der Stadt stehen und brüllte gewaltig mit gegen Himmel gekehrten Augen, als ob es Rache auf seine Peiniger herabflehte. Und siehe: auf einmal zuckte es durch die Lüfte, die Stadt wankte und bebte, und im Nu war sie in den Abgrund versunken. Heutzutage sieht man noch quadtratförmige Vertiefungen als Spuren der versunkenen Häuser, und wenn man mit dem Fuße darauf stampft, so hallt es hohl durch den Boden hin. Einmal soll ein Hirte nachgegraben haben, infolgedessen er eine dunkle Vertiefung entdeckte. Er ließ sich mit Hilfe einiger Bewohner von Tartsch an einem Seile herunter und hatte auch eine Laterne bei sich. Bald befand er sich in einem ehemaligen Zimmer, wo um einen Tisch herum einige menschliche Gestalten saßen, welche bei der ersten Berührung gleich in Staub zerfielen. Der Hirte nahm dann einige Teller und Flaschen, welche auf dem Tische standen, und ließ sich wieder in die Höhe ziehen.

Später wagte es niemand mehr, sich hinunter zu lassen; auch nahm man sich nicht mehr die Mühe nachzugraben. Der Tempel jener Stadt bleibt aber als warnendes Zeugniß (Zeugnis) stehen. (Matsch, Kaspar Ruegg.)

Quelle: Zingerle, Ignaz Vinzenz, Sagen aus Tirol, 2. Auflage, Innsbruck 1891, Nr. 629, S. 356 

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